Schwanzabwurf :

 


Leider können  Kronengeckos in bestimmten Streßsituationen ihren Schwanz abwerfen.

Am Markt findet man viele dieser Exemplare die leider über die Zeit Ihren eingebüßt haben.

Nach unserer Ansicht ist der Schuldige zu 90% der Mensch.

Am Schwanzansatz hat die Natur eine Sollbruchstelle entstehen lassen.
Nach dem Abwurf sieht man einen kleinen Kranz der fast unblutig ist.
Der abgeworfene Schwanz kann sich noch bis ca. eine Stunde, teils heftig bewegen.


Folgende Situationen können zum Schwanzabwurf führen:

-festhalten des Schwanzes und oder des Geckos beim Entfliehen des Geckos,
-übermäßiger Streß, z.B.beim säubern oder Bauen am Terrarium,
(bei solchen Arbeiten die Tiere lieber in einen anderen Behälter herausnehmen)
-plötzliche starke Erschütterungen oder laute Geräuschkulisse,
(z.B.starkes Gewitter oder danebenstehende HI-FI Anlage Boxen)

In seltenen Fällen kann es auch durch folgendes kommen:
-Streitigkeiten in der Gruppe
-Abwurf bei zu früher Verpaarung
-bei Legenot
-Sicht zu anderen Tieren 

Sehr schade ist, daß die Natur bei Kronengeckos keinen neuen Schwanz nachwachsen läßt.
Es entsteht nach wenigen Wochen nur ein kleines Regenerat.
Somit verliert der Kronengecko leider, im Vergleich zu anderen Arten, damit eins seiner wichtigsten Greiforgane.
Er lebt zwar nach kurzer Zeit ungehindert weiter, jedoch wird das Tier dazu gezwungen sein Fortbewegungsverhalten grundlegend neu zu erlernen. 
Oft sind sie die ersten Tage danach viel tollpatschiger als vorher, da der Schwanz auch zum Gleichgewichtsausgleich fungiert.

Auf Neukaledonien haben die meisten adulten Kronengeckos nur noch ein Stummel Schwanzregenerat. ( dieses besteht nur noch aus 1-3 kleinen Knorpelelementen die regeneriert wurden.

Alle anderen Arten die endemisch in Neukaledonien beheimatet sind regenerieren den Schwanz komplett.

Wir empfehlen wenn es passiert:
Nach dem Abwurf desinfizieren der Bruchstelle mit einer alkoholarmen Jod-Tinktur.
Um die Wunde von evtl. Fremdkörpern zu reinigen und die Heilung zu beschleunigen.